​​ Resümee des EntrepreneurTalks mit Rolf Habben Jansen am 2.11.16


Die Veranstaltung stand unter dem Motto: HAPAG-Lloyd – Trendwende in der krisengeplagten Schifffahrt?

Zu der Veranstaltung hatte der VFE gemeinsam mit der HSBA eingeladen. Gekommen waren neben den Gästen des VFE ebenfalls viele Studenten der HSBA. Anschließend gab es Gelegenheit zum Netzwerken, die in großer Zahl genutzt wurde.

Für Rolf Habben Jansen ist das Ende der Krise der Containerschifffahrt in greifbare Nähe gerückt, obwohl er betont, dass man diese Entwicklungen nicht voraussagen kann. Es gibt aber starke Fakten und Anzeichen dafür, und die trug er an diesem Abend vor.

Auf Grund von Fusionen hält der Konzentrationsprozess in der Containerschifffahrt an. Hintergrund ist hier, dass kleinere Reedereien höhere Frachtkosten haben. Die schon bestehenden Allianzen zwischen Reedereien werden auch dadurch in Zukunft weniger Mitglieder haben, was ebenfalls den Markt übersichtlicher macht.

Ein wichtiger weiterer Faktor sind die Frachtraten, die zuletzt ein Bodenniveau erreicht haben, bei dem sie nicht weiter sinken können. Das liegt daran, dass Container auf diese Weise nicht Kosten deckend zwischen den Kontinenten verschifft werden können. Bei solchen Preisen verdienen die Reedereien nichts an ihrer Fracht, sie zahlen dazu; man könnte sie zum Teil eher als „Sponsoren“ der Ladung ansehen.

Einsparungen sind in dieser Situation mit Größenwachstum der Schiffe auch nicht mehr zu erzielen.

Ein weiterer Aspekt, der auf eine Trendwende hindeutet, ist die zunehmende Verschrottung alter Schiffe, die nun in Gang gekommen ist. Das wird langfristig dazu führen, dass die Überkapazitäten abschmelzen, was wiederum zu einem Anstieg der Frachtraten führen wird.

HAPAG-Lloyd konnte ebenfalls durch die Fusion mit CSAV seine Kosten pro Frachttonne senken. Rolf Habben Jansen sagt voraus, dass für die Containerschifffahrt in Zukunft die Nischen wichtiger werden.

Nachfragen aus dem Publikum bezogen sich auf digital forwarder. Rolf Habben Jansen ist offen dafür, gleichzeitig jedoch skeptisch, ob sie Einsparungsmöglichkeiten bringen können. Zumal das Nadelöhr, die Hinterlandanbindung, bestehen bleibt.

Die Zukunft sieht Rolf Habben Jansen in besserem Service und passgenauen neuen Dienstleistungen.

Auf Nachfrage, welche Rolle Nachhaltigkeit spielt, betonte er die Bedeutung des Spritsparens. LNG (Liquefied Natural Gas) ist noch nicht überall verfügbar, wird auf die Dauer aber wichtiger werden.

Dass HAPAG-Lloyd Hamburg treu bleiben wird konnte er in so fern bejahen, als bei jeder Fusion, gemischte Teams gebildet werden, die an allen Standorten gemeinsam formulierte Ziele umsetzen.

#HAPAGLloyd #WegeausderKrise

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